Das Flakon im Wandel der Zeit

Einen wichtigen Bestandteil des Parfums bildet der Flakon, denn Inhalt und Form stehen oft in direktem Zusammenhang.
Die Wahrnehmung unterscheidet sich je nach Flakon und das trotz des selben Parfums.

Schon die Ägypter, Etrusker und Griechen verstanden es, einen Wohlgeruch in ästhetisch schönen Behältnissen festzuhalten. Die Kostbarkeiten wurden in archäologischen Ausgrabungen entdeckt, deren Inhalt nach Jahrtausenden immer noch dufteten. Das zeigt, dass es schon von jeher ein Bewusstsein für das Parfüm als Kunstwerk gab: Einem wertvollen Inhalt wird nur eine ästhetische Verpackung gerecht.

Im Wandel der Zeit haben sich Material und Form erheblich verändert.
Es begann mit aufwändig verzierten und bemalten Töpfchen aus Phiolen, Terrakotta, Stein oder Hartholz, bis die Römer und Araber die Kunst der Glasbläserei entdeckten. Die filigranen Gefäße sahen elegant aus und waren zudem preiswerten in der Herstellung. Glas wirkt in seiner Zerbrechlichkeit und dank der speziellen Lichtbrechungen sehr kostbar.

Die Zeit brachte nicht nur unterschiedliche Materialien zum Vorschein, sondern auch eine beinahe unbegrenzte Vielfalt an Formen.
Als optimal erwies sich jedoch das Glas. Denn luftdicht verschlossen, bleibt der Duft in all seinen Facetten erhalten und unverändert.
Ob geometrisch, asymmetrisch oder verspielt, ob klar, matt oder eingefärbt. Der Kunst der Flakon-Kreation sind keine Grenzen gesetzt.
Die zündende Botschaft eines Flakons mit einer kostengünstigen Herstellung zu paaren, wird dem Parfümeur Francois Coty zugeschrieben. Er beauftragte den bekannten Jugendstilkünstler Rene Lalique damit, für seine Düfte passende Flakons zu entwerfen.

Dieser entwickelte eine mechanische Technik, künstlerisch hochwertige Flakons in großer Menge zu produzieren, die trotzdem noch edel aussahen.
Seit der Verschmelzung von Mode und Duft ab etwas 1910 hat das Flakon nicht als Gefäß für ein Parfum zu sein, sondern muss die Botschaft einer Marke und dessen Charakter in seiner Form widerspiegeln.

Aus so unterschiedlichen Materialien wie Gold oder gefärbte Steine wird die Basis Glas ergänzt durch die zahlreichen extravaganten Zierelemente. Ist erst ein mal das Bedürfnis geweckt, die Flasche anzufassen, muss auch der Tastsinn zufrieden gestellt werden: Rau, eckig, kristallisiert oder Gummihülle.

Außerdem entstand im 20. Jahrhundert so der Berufszweig Flakon-Designer, wie z.B.Marc Lalique oder Pierre Dinand, der verantwortlich für die Flakons von Givenchy oder Valentino ist.

02.11.12 // Autor: Hanna // Veröffentlicht in: Parfum

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